Lagebericht & Ergänzungen | Grundlagen des Konzerns

4. Wirtschaftliches Umfeld der Teilkonzerne

Im Folgenden wird das wirtschaftliche Umfeld der Teilkonzerne beschrieben (zum wirtschaftlichen Umfeld des Konzerns siehe Kapitel 1.6 „Unternehmensumfeld“).

Wirtschaftliches Umfeld Teilkonzerne [Tabelle 3.4.1]
Wachstum* 2012 Wachstum* 2013
HealthCare
Pharmamarkt 3 % 3 %
Consumer-Care-Markt 4 % 5 %
Medical-Care-Markt 0 %** -2 %
Animal-Health-Markt 4 % 3 %
CropScience
Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt >10 % ≥5 %
MaterialScience
(Hauptabnehmerbranchen)
Automobilindustrie 6 % 3 %
Bauwirtschaft 2 % 3 %
Elektroindustrie 3 % 4 %
Möbelindustrie 5 % 3 %

* eigene Berechnung, ausgenommen Pharmamarkt: Quelle: IMS Health. IMS Market Prognosis. Copyright 2014. Alle Rechte vorbehalten; währungsbereinigt; Werte 2013 vorläufig

** revidiert
Stand: Februar 2014

HealthCare

Das Wachstum des Pharmamarktes beruhte vor allem auf einer erhöhten Nachfrage in den Schwellenländern. In den USA sowie in einigen europäischen Ländern war das Wachstum durch die weiterhin res­triktiven gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen beeinträchtigt.

Das Wachstum des Consumer-Care-Marktes lag leicht über Vorjahr, insbesondere aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten in den Schwellenländern. In Nordamerika und Europa wirkte sich die starke Erkältungssaison in der ersten Jahreshälfte 2013 positiv auf das Marktwachstum aus. Der leichte Rückgang des Medical-Care-Marktes beruhte auf einer Abschwächung des Diabetes-Care-Marktes, während der Markt für Kontrastmittel und Medizingeräte (Geschäftseinheit Radiology & Interventional) das Vorjahresniveau erreichte. Das Wachstum des Animal-Health-Marktes lag leicht unter dem des Vorjahres.

CropScience

Der Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt entwickelte sich im Jahr 2013 weiterhin dynamisch. Aufgrund der nach wie vor niedrigen Lagerbestände für die meisten pflanzlichen Agrarrohstoffe profitierten die Landwirte von einem positiven Marktumfeld. Dies regte erneut eine starke Nachfrage nach hochwertigem Saatgut und Pflanzenschutzmitteln an.

Die weltweit stärksten Wachstumsimpulse im Saatgut- und Pflanzenschutzmittelmarkt gingen im abgelaufenen Jahr wieder von Lateinamerika aus, insbesondere von Brasilien und Argentinien. In Nordamerika wurden 2013, trotz anhaltender Kälte und Trockenheit zu Beginn des Jahres, ebenfalls überdurchschnittliche Wachstumsraten verzeichnet. Auch in Asien/Pazifik setzte sich 2013 der insgesamt positive Markttrend mit einer im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhten Wachstumsrate fort. Am dynamischsten ent­wickelten sich hier die Pflanzenschutzmittelmärkte in China und Indien. In Europa hingegen waren die Wachstumsraten im Vergleich zum Weltmarkt unterdurchschnittlich. Dies war vor allem bedingt durch den späten Saisonstart sowie ungünstige Witterungsbedingungen in Nordeuropa. In den Mittelmeerländern fielen die Wachstumsraten moderat aus, während sie in den osteuropäischen Ländern überdurchschnittlich waren.

MaterialScience

Die globale Entwicklung der für MaterialScience wichtigen Hauptabnehmerbranchen (Automobil, Bau, Elektrotechnik & Elektronik und Möbel) verlief im Jahr 2013 aufgrund des weiterhin schwachen wirtschaftlichen Umfelds im Euroraum und der konjunkturellen Abschwächung in Asien erwartungsgemäß insgesamt auf niedrigem Niveau.

Die Automobilindustrie verzeichnete gegenüber dem Vorjahr ein deutlich schwächeres globales Wachstum. In Europa war der Absatz weiterhin rückläufig, bedingt durch eine unverändert schwache Nachfrage in nahezu allen Ländern. Die Wachstumsdynamik in Nordamerika verlangsamte sich ebenfalls. China hingegen setzte seine sehr dynamische Entwicklung fort, während in den restlichen asiatischen Ländern ein geringeres Wachstum verzeichnet wurde.

Das Wachstum der globalen Bauindustrie verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr. Im Gegensatz zu Erholungstendenzen der Bauinvestitionen in den USA sowie dem weiterhin stabilen Wachstum in den bedeutendsten asiatischen Ländern war die Nachfrage in Westeuropa erneut rückläufig.

Die globale Elektroindustrie zeigte 2013 ein weiterhin robustes Wachstum. Während in Nordamerika und Asien das stabile Wachstum des Vorjahres fortgesetzt werden konnte, wurde in Europa nach der rückläufigen Entwicklung des Vorjahres ein geringfügiges Wachstum (hauptsächlich getrieben durch Osteuropa) erzielt.

Die weltweite Entwicklung der Möbelindustrie fiel 2013 schwächer aus als im Vorjahr. Das Wachstumstempo in Asien verlangsamte sich aufgrund schwacher Export- sowie Binnennachfrage. Sparmaßnahmen und zurückhaltendes Konsumentenverhalten in Europa führten zu einem erneuten Schrumpfen der Industrie, wenngleich deutlich langsamer als im Vorjahr.

Letzte Änderung: 28. Februar 2014  Copyright © Bayer AG
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