Abschluss

25. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wurden im Falle von leistungsorientierten Versorgungszusagen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß folgender Aufstellung gebildet:

Rückstellungen für leistungsorientierte Zusagen[Tabelle 4.64]
 
Pensionszusagen
Andere
Leistungszusagen

Gesamt
31.12.201231.12.201331.12.201231.12.201331.12.201231.12.2013
in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €
Inland7.4306.2307.4306.230
Ausland1.3468074703311.8161.138
Gesamt8.7767.0374703319.2467.368
Vorjahreswerte angepasst

Die Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne sowie für andere Leistungszusagen enthielten die folgenden Bestandteile:

Aufwendungen für leistungsorientierte Zusagen[Tabelle 4.65]
  Pensionszusagen Andere Leistungszusagen
Inland Ausland Gesamt Ausland
2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013
in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Laufender Dienstzeitaufwand 193 287 68 71 261 358 21 22
Dienstzeitaufwand für frühere Jahre 30 30 6 2 36 32 -58 -1
davon Plankürzungen 1 1 1 1 -3 -1
Planabgeltungen -63 -1 -63 -1 1
Nettozins 259 233 46 48 305 281 27 21
Gesamt 482 550 57 120 539 670 -9 42
Vorjahreswerte angepasst

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr Effekte aus Neubewertungen der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen von 1.946 Mio € (Vorjahr: -2.779 Mio €) ergebnisneutral berücksichtigt. Diese beziehen sich im Wesentlichen mit 1.810 Mio € (Vorjahr: -2.822 Mio €) auf Pensionsverpflichtungen und mit 135 Mio € (Vorjahr: 44 Mio €) auf andere Leistungszusagen.

Die Entwicklung der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen stellte sich wie folgt dar:

Entwicklung der Nettoverpflichtung
Bitte klicken Sie zum Vergrößern auf die Tabelle.

Die Versorgungsverpflichtungen entfielen im Wesentlichen auf Deutschland (72 %; Vorjahr: 71 %), die USA (14 %; Vorjahr: 15 %) und Großbritannien (7 %; Vorjahr: 6 %).

Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen, die sich auf Pensionsverpflichtungen und auf andere Leistungszusagen beziehen, beliefen sich auf 414 Mio € (Vorjahr: 1.275 Mio €) bzw. 66 Mio € (Vorjahr: 45 Mio €).

Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen für Pensionen und der anderen Leistungszusagen sowie der Deckungsstatus der fondsfinanzierten Verpflichtungen wird in der folgenden Tabelle dargestellt.

Anwartschaftsbarwert und Deckungsstatus[Tabelle 4.67]
  Pensionszusagen Andere Leistungszusagen Gesamt
2012 2013 2012 2013 2012 2013
in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Anwartschaftsbarwert der Versorgungs-zusagen 21.766 19.961 822 721 22.588 20.682
davon rückstellungsfinanziert 849 794 120 95 969 889
davon fondsfinanziert 20.917 19.167 702 626 21.619 19.793
Deckungsstatus der fondsfinanzierten Zusagen
Vermögensüberdeckung 41 124 3 41 127
Vermögensunterdeckung 7.928 6.244 350 236 8.278 6.480
Vorjahreswerte angepasst

Pensionszusagen und andere Leistungszusagen

Für die meisten Mitarbeiter wird für die Zeit nach der Pensionierung durch den Konzern direkt oder durch Beitragszahlungen an private und öffentliche Einrichtungen Vorsorge getroffen. Die Leistungen des Konzerns variieren je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und basieren in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Entgelt der Mitarbeiter. Die Verpflichtungen umfassen sowohl solche aus bereits laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen.

Der Bayer-Konzern hat für die Mitarbeiter in verschiedenen Ländern fondsfinanzierte Versorgungspläne eingerichtet. Für Pensionspläne mit Leistungsgarantien innerhalb des Konzerns wird jeweils basierend auf der Risikostruktur der Verpflichtungen (insbesondere Demografie, aktueller Ausfinanzierungsgrad, Struktur der erwarteten zukünftigen Cashflows, Zinssensitivität, biometrische Risiken etc.), regulatorischen Rahmenbedingungen und allgemein vorhandener Risikotoleranz bzw. Risikotragfähigkeit eine individuelle Kapitalanlagestrategie, welche hierzu möglichst adäquat ist, abgeleitet. Hierauf basierend wird vor dem Hintergrund der jeweiligen Kapitalmarktentwicklung ein risikoadäquates strategisches Zielportfolio entwickelt. Dabei sind Risikostreuung, Portfolio-Effizienz und ein angemessenes Chancen-Risiken-Verhältnis (sowohl landesspezifisch als auch im weltweiten Zusammenhang), das insbesondere die Zahlung sämtlicher zukünftiger Versorgungsleistungen als zentrales Kriterium berücksichtigt, relevante Determinanten der verwendeten Anlagestrategien. Da die Ableitung der Kapitalanlagestrategie für jeden Pensionsplan individuell unter Berücksichtigung der oben genannten individuellen Rahmenbedingungen durchgeführt wird, können Anlagestrategien für unterschiedliche Pensionspläne erheblich voneinander abweichen. Dies führt beispielsweise dazu, dass die Aktienquote in den Pensionsplänen außerhalb Deutschlands insgesamt oberhalb derer der deutschen Pensionspläne liegt. Die Kapitalanlagestrategien sind allgemein weniger an einer absoluten Renditemaximierung ausgerichtet, sondern daran, dass die zugesagten Verpflichtungen in langfristiger Perspektive mit hinreichender Wahrscheinlichkeit finanziert werden können. Für das Planvermögen werden mithilfe von Risikomanagementsystemen Stress-Szenarien simuliert sowie weitere Risikoanalysen (z. B. Value at Risk) durchgeführt.

Den mit Abstand bedeutendsten Versorgungsplan stellt die Bayer-Pensionskasse VVaG, Leverkusen, (Bayer-Pensionskasse) dar. Sie ist für Neueintritte ab dem 1. Januar 2005 geschlossen. Die rechtlich selbstständige Bayer-Pensionskasse ist ein Lebensversicherungsunternehmen und unterliegt daher dem Versicherungsaufsichtsgesetz. Die zugesagten Leistungen, die über die Bayer-Pensionskasse abgedeckt sind, umfassen Altersrenten, Hinterbliebenenversorgung und Invalidenrenten. Der als Multi-Employer-Plan anzusehende Plan finanziert sich über Beiträge der aktiven Mitglieder und über Beiträge von deren Arbeitgebern. Der Firmenbeitrag wird jeweils festgesetzt als fester Prozentsatz bezogen auf den Mitarbeiterbeitrag. Er ist für alle beteiligten Arbeitgeber – auch für nicht zum Bayer-Konzern gehörende Mitgliedsunternehmen – gleich und wird unter Berücksichtigung überrechnungsmäßiger Erträge aus Kapitalanlagen und Risikoverlauf auf Vorschlag des Verantwortlichen Aktuars im Benehmen mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der Kasse festgesetzt. Auch Bayer kann auf Vorschlag des Verantwortlichen Aktuars sowie im Benehmen mit Vorstand und Aufsichtsrat der Kasse den Firmenbeitrag anpassen. Hinsichtlich der Haftung gilt aufgrund von § 1 Absatz 1 Satz 3 Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) für deutsche Pensionskassen allgemein: Wenn die Pensionskasse von ihrem satzungsgemäßen Recht zur Leistungskürzung Gebrauch macht, so haftet jeder Arbeitgeber für die sich aufgrund der Leistungskürzung ergebende Differenz. Bayer haftet nicht für Verpflichtungen konzernfremder Mitgliedsunternehmen, dies gilt auch beim Austritt eines Mitgliedsunternehmens aus der Pensionskasse.

Für Neueintritte ab dem 1. Januar 2005 werden Pensionszusagen über die Rheinische Pensionskasse VVaG, Leverkusen, gewährt. Die zukünftigen Pensionszahlungen orientieren sich bei diesen Zusagen u. a. an den geleisteten Beitragszahlungen und den erwirtschafteten Renditen unter Berücksichtigung einer Garantieverzinsung.

Ein weiteres bedeutendes Versorgungsvehikel stellt der Bayer Pension Trust e.V. (BPT) dar. Dieser deckt weitere Versorgungskomponenten des Bayer-Konzerns, wie z. B. Deferred Compensation, Pensionsverpflichtungen, die zuvor im Schering Altersversorgungs Treuhand e.V. verwaltet wurden, und Teile anderer Direktzusagen.

Die leistungsorientierten Pensionspläne in den USA sind seit Jahren eingefroren und es können keine nennenswerten Neuansprüche mehr erworben werden. Das allen amerikanischen Pensionsplänen zugrunde liegende Vermögen wird aus Gründen der Effizienz in einer Master-Trust-Konstruktion gehalten. Die geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen basieren auf dem Employee Retirement Income Security Act (ERISA). Insbesondere ist ein Mindestfinanzierungsgrad von 80 % gesetzlich erforderlich, um Leistungseinschränkungen (Benefit Restrictions) zu vermeiden. Die versicherungsmathematischen Risiken wie Anlagerisiko, Zinsrisiko und Langlebigkeitsrisiko verbleiben beim Unternehmen. 2012 wurde allen Mitarbeitern, die aus dem Konzern ausgeschieden sind, die Möglichkeit der Auszahlung ihrer Pensionsansprüche angeboten. Hierdurch reduzierte sich der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen um 334 Mio € und das Planvermögen um 273 Mio €.

Die leistungsorientierten Pensionspläne in Großbritannien sind für Neueintritte geschlossen. Das Planvermögen in Großbritannien wird von unabhängigen Treuhändern (Trustee) verwaltet, die qua Gesetz allein dem Wohl der Begünstigten verpflichtet sind. Auf Basis lokaler Vorschriften wird alle drei Jahre eine technische Bewertung durchgeführt, aus welcher dann auch eine Planung zur Deckung eines potenziell erforderlichen Finanzierungsbedarfs abgestimmt wird. Auch hier verbleiben die versicherungsmathematischen Risiken im Unternehmen.

Im Ausland betreffen die anderen Leistungszusagen im Wesentlichen Unterstützungsleistungen zur medizinischen Versorgung von Rentnern in den USA.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens zur Deckung der Pensionsverpflichtungen sowie der anderen Leistungszusagen setzt sich wie folgt zusammen:

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember[Tabelle 4.68]
  Pensionszusagen Andere Leistungszusagen
  Inland Ausland Ausland
2012 2013 2012 2013 2012 2013
in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Planvermögen auf Basis öffentlich notierter Marktpreise
Immobilien und Immobilien-Fonds 155 168 14 16
Aktien und Aktien-Fonds 1.310 1.724 1.560 1.490 137 110
Kündbare Schuldtitel 151 146 3
Nicht kündbare Schuldtitel 439 952 75 155
Renten-Fonds 2.065 2.911 1.101 755 64 6
Derivative Finanzinstrumente 27 8 46 89 6 1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.251 369 86 115 9 14
Sonstige 361 236
  4.653 5.012 3.899 3.951 308 302
Planvermögen, für das keine öffentlich notierten Marktpreise vorliegen
Immobilien und Immobilien-Fonds 518 532 40 36
Aktien und Aktien-Fonds 49 51 53 52
Kündbare Schuldtitel 1.277 1.213 7 8
Nicht kündbare Schuldtitel 1.880 1.678 19
Renten-Fonds 54 50
Derivative Finanzinstrumente 1
Sonstige 262 249 318 215 44 91
3.987 3.723 491 361 44 91
Planvermögen 8.640 8.735 4.390 4.312 352 393

In dem beizulegenden Zeitwert des inländischen Planvermögens waren von Konzerngesellschaften gemietete Immobilien mit ihren Marktwerten in Höhe von 67 Mio € (Vorjahr: 71 Mio €) sowie über Fonds gehaltene Bayer-Aktien mit einem Marktwert in Höhe von 49 Mio € (Vorjahr: 37 Mio €) enthalten. Unter dem sonstigen Planvermögen sind begebene Baudarlehen, sonstige Forderungen und qualifizierte Versicherungspolicen ausgewiesen.

Risiken

Die Risiken aus leistungsorientierten Versorgungszusagen entstehen zum einen aus den leistungsorientierten Verpflichtungen und zum anderen aus der Kapitalanlage in Planvermögen. Aus diesen Risiken können sich höhere direkte Rentenzahlungen an die Berechtigten und zusätzliche Einzahlungserfordernisse in das Planvermögen ergeben, um laufenden und künftigen Pensionsverpflichtungen nachkommen zu können.

Demografische/Biometrische Risiken

Da ein großer Teil der leistungsorientierten Versorgungszusagen lebenslange Versorgungsleistungen sowie Hinterbliebenenrenten umfassen, können frühere Inanspruchnahmen oder längere Versorgungszeiträume zu höheren Versorgungsverpflichtungen, höheren Versorgungsaufwendungen und höheren Rentenzahlungen als bisher erwartet führen.

Anlagerisiko

Sollten die tatsächlichen Planerträge niedriger sein als die auf Basis des Abzinsungssatzes angenommenen Planerträge, würde sich die Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen ceteris paribus erhöhen. Dies könnte etwa aus einem Sinken der Aktienkurse, durch Marktzinssteigerungen, durch Zahlungsausfälle bei einzelnen Schuldnern oder durch den Erwerb risikoarmer, aber niedrig verzinslicher Anleihen herrühren.

Zinsrisiko

Bei sinkenden Kapitalmarktzinssätzen, insbesondere der Zinssätze für qualitativ hochwertige Unternehmensanleihen, würde sich die Verpflichtung erhöhen. Dies wird zumindest teilweise durch die dann steigenden Marktwerte der gehaltenen Schuldtitel kompensiert.

Bewertungsparameter und deren Sensitivitäten

Die folgenden gewichteten Parameter wurden zur Bewertung der Versorgungsverpflichtungen zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres sowie zur Bewertung des Versorgungsaufwands im jeweiligen Berichtsjahr zugrunde gelegt:

Parameter Versorgungsverpflichtungen[Tabelle 4.69]
InlandAuslandGesamt
201220132012201320122013
in %in %in %in %in %in %
Pensionszusagen
Abzinsungssatz3,203,804,054,703,454,05
davon USA3,604,503,604,50
davon Großbritannien4,404,604,404,60
Erwartete Lohn-/Gehaltsentwicklung3,003,003,853,953,203,25
Erwartete Rentenentwicklung1,751,753,203,602,152,20
Andere Leistungszusagen
Abzinsungssatz4,154,904,154,90
Vorjahreswerte angepasst

In Deutschland wurden hinsichtlich der Sterblichkeit die Heubeck-Richttafeln 2005 G, in den USA RP-2000 Combined Healthy Mortality Tables und in Großbritannien 95 % von S1NXA zugrunde gelegt.

Parameter Versorgungsaufwand[Tabelle 4.70]
Inland Ausland Gesamt
2012 2013 2012 2013 2012 2013
in % in % in % in % in % in %
Pensionszusagen
Abzinsungssatz 4,50 3,20 4,60 4,05 4,50 3,45
Erwartete Lohn-/Gehaltsentwicklung 3,00 3,00 3,65 3,85 3,20 3,20
Erwartete Rentenentwicklung 1,75 1,75 3,15 3,20 2,15 2,15
Andere Leistungszusagen
Abzinsungssatz 4,80 4,15 4,80 4,15
Vorjahreswerte angepasst

Die Parametersensitivitäten wurden, basierend auf einer detaillierten Bewertung analog der Ermittlung der Daten in Tabelle 4.66, durch sachverständige Aktuare berechnet. Eine Änderung der einzelnen Parameter um 0,5 Prozentpunkte bzw. der Sterbewahrscheinlichkeit jedes einzelnen Berechtigten um 10 Prozent hätte bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen folgende Auswirkungen auf die Versorgungsverpflichtungen zum Ende des laufenden Geschäfts­jahres:

Sensitivitäten Versorgungsverpflichtungen[Tabelle 4.71]
 InlandAuslandGesamt
ZunahmeAbnahmeZunahmeAbnahmeZunahmeAbnahme
in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €
Pensionszusagen
Änderung des Abzinsungssatzes um 0,5 %-Punkte-1.0531.191-330369-1.3831.560
Änderung der erwarteten Lohn-/Gehaltsentwicklung um 0,5 %-Punkte89-8247-44136-126
Änderung der erwarteten Rentenentwicklung um 0,5 %-Punkte726-66784-70810-737
Änderung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10 %-416461-116120-532581
Andere Leistungszusagen
Änderung des Abzinsungssatzes um 0,5 %-Punkte-3539-3539
Änderung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10 %-1618-1618

Wegen ihres Versorgungscharakters werden insbesondere die Verpflichtungen der US-Tochtergesellschaften für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand ebenfalls unter den pensionsähnlichen Verpflichtungen ausgewiesen. Für die Krankheitskosten wurde dabei eine Kostensteigerungsrate von 7,5 % (Vorjahr: 8,0 %) unterstellt, die sich bis zum Jahr 2018 schrittweise auf 5,0 % (Vorjahr: 5,0 %) reduziert. Eine Änderung der zugrunde gelegten Kostensteigerungsraten der Krankheitskosten um einen Prozentpunkt hätte folgende Auswirkungen:

Sensitivität Krankheitskosten[Tabelle 4.72]
Zunahme
um einen
Prozent-
punkt
Abnahme
um einen
Prozent-
punkt
in Mio €in Mio €
Auswirkungen auf die sonstigen Versorgungsverpflichtungen60-51
Auswirkungen auf den Versorgungsaufwand4-4

Geleistete und zukünftige Zahlungen

Folgende Auszahlungen entsprechen den getätigten bzw. erwarteten Arbeitgeberbeiträgen für fondsfinanzierte Versorgungspläne:

Gezahlte und erwartete Arbeitgeberbeiträge[Tabelle 4.73]
 InlandAusland
20122013 2014 erwartet20122013 2014 erwartet
in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €
Pensionszusagen1.1868614313111793
Andere Leistungszusagen37
Gesamt1.18686143131120100

Bayer hat sich derzeit verpflichtet, Beiträge für den Ausgleich bestehender Unterdeckungen (Deficit Contributions) bis zum Jahr 2016 einschließlich von jährlich 21 Mio GBP für seine britischen Pensionspläne zu leisten, und wird in diesem Zeitraum voraussichtlich jährlich 50 Mio USD für seine amerikanischen Pensionspläne leisten müssen.

Die zukünftig zu zahlenden Versorgungsleistungen für fondsfinanzierte und rückstellungsfinanzierte Versorgungspläne werden wie folgt geschätzt:

Zukünftige Zahlungen für Versorgungsleistungen[Tabelle 4.74]
  Auszahlungen aus Planvermögen Auszahlungen vom Unternehmen
  Pensionen Andere
Leistungs-
zusagen
  Pensionen Andere
Leistungs-
zusagen
 
Inland Ausland Ausland Gesamt Inland Ausland Ausland Gesamt
in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
2014 210 241 10 461 438 52 38 528
2015 211 249 9 469 443 48 32 523
2016 214 260 10 484 451 53 34 538
2017 216 273 9 498 460 58 35 553
2018 220 286 10 516 466 60 37 563
2019–2023 1.168 1.521 52 2.741 2.424 329 206 2.959

In Deutschland beträgt die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Versorgungszusagen für Pensionen 15,0 Jahre, im Ausland 12,8 Jahre. Für die ausländischen anderen Leistungszusagen liegt die gewichtete durchschnittliche Laufzeit bei 11,2 Jahren.

Letzte Änderung: 28. Februar 2014  Copyright © Bayer AG
http://www.geschaeftsbericht2013.bayer.de