Lagebericht & Ergänzungen | Wirtschaftsbericht

17.1 Ertragslage Bayer AG

Gewinn- und Verlustrechnung Bayer AG nach HGB [Tabelle 3.17.1]
2012 2013
in Mio € in Mio €
Beteiligungsergebnis 1.719 3.542
Zinsergebnis -445 -315
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge 89 110
Sonstige betriebliche Erträge 87 118
Allgemeine Verwaltungskosten -228 -266
Sonstige betriebliche Aufwendungen -106 -148
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Gewinn vor Ertragsteuern 1.116 3.041
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -227 -543
Jahresüberschuss 889 2.498
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen/Einstellung in andere Gewinnrücklagen 682 -761
Bilanzgewinn 1.571 1.737

Im Geschäftsjahr 2013 ist der Jahresüberschuss der Bayer AG um 1.609 Mio € auf 2.498 Mio € gestiegen. Maßgeblichen Anteil an dieser Ergebniserhöhung hatten insbesondere der deutliche Anstieg des Beteiligungsergebnisses sowie ein verbessertes Zinsergebnis. Ergebnismindernd wirkten vor allem höhere Steuern vom Einkommen und Ertrag.

Das Beteiligungsergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 1.823 Mio € auf 3.542 Mio €. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresergebnis durch die längerfristige Übernahme der gesetzlichen Anpassungsverpflichtung in Bezug auf die Pensionskassenrenten einmalig mit 256 Mio € belastet war. Den größten Ergebnisbeitrag steuerte mit 1.934 Mio € (Vorjahr: 1.397 Mio €) erneut die Bayer Pharma AG bei. Die deutliche Ergebnisverbesserung ist, neben dem Wegfall aus der Belastung durch die Rentenanpassungsverpflichtung, vor allem auf die gute Geschäftsentwicklung zurückzuführen. Maßgeblich hat hierzu der höhere Anteil an margenstarken neueren Produkten beigetragen. Die Bayer CropScience AG führte an die Bayer AG ein Ergebnis von 1.379 Mio € (Vorjahr: 446 Mio €) ab. Dies entspricht einem Ergebnisplus von 933 Mio €. Hierin enthalten sind 570 Mio € aus dem konzerninternen Verkauf von Saatgut-Technologien. Ergebniserhöhend wirkte zudem die positive Geschäftsentwicklung von CropScience, die insbesondere auf deutlich gestiegene Absatzmengen und einen verbesserten Produktmix zurückzuführen ist. Bei der Bayer MaterialScience AG musste ein Verlust ausgeglichen werden, der allerdings mit 20 Mio € (Vorjahr: 179 Mio €) deutlich geringer ausfiel als im Vorjahr. Die Ergebnisverbesserung resultierte vor allem aus umfangreichen Kosteneinsparungsprogrammen, die sich im operativen Ergebnis ausgewirkt haben. Nennenswerte Ergebnisbeiträge kamen darüber hinaus mit 213 Mio € (Vorjahr: 291 Mio €) aus einer Organgesellschaft mit Dividendeneinkünften aus dem Ausland. Bei der Bayer Business Services GmbH und der Bayer Technology Services GmbH betrugen die Verluste 74 Mio € (Vorjahr: 103 Mio €) bzw. 30 Mio € (Vorjahr: 59 Mio €).

Das Zinsergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 130 Mio € auf -315 Mio €. Hauptgründe waren das allgemein gesunkene Zinsniveau und die Umschichtung in niedriger verzinsliche Finanzschulden. Der Zinssaldo entfiel mit 218 Mio € auf Dritte und mit 97 Mio € auf Gesellschaften des Konzerns.

Der positive Saldo aus übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen belief sich auf 110 Mio € (Vorjahr: 89 Mio €). Hierin enthalten waren im Wesentlichen Erträge von 162 Mio € (Vorjahr: 183 Mio €) aus der Weiterbelastung von Pensionsaufwendungen für die bei der Bayer AG bei der Ausgliederung des operativen Geschäfts verbliebenen Pensionäre an die Teilkonzern- und Servicegesellschaften. Die korrespondierenden Aufwendungen sind mit ihrem nicht zinsbedingten Anteil von 26 Mio € (Vorjahr: 56 Mio €) unter den sonstigen finanziellen Aufwendungen, im Übrigen im Zinsergebnis erfasst. Aufwendungen von weiteren 14 Mio € (Vorjahr: 33 Mio €) ergaben sich aus der Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sowie aus Währungsderivaten.

In Wahrnehmung ihrer Aufgaben als Holdinggesellschaft fielen bei der Bayer AG allgemeine Verwaltungskosten von 266 Mio € (Vorjahr: 228 Mio €) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen – nach Saldierung mit entsprechenden Erträgen – von 30 Mio € (Vorjahr: 19 Mio €) an. Der Anstieg bei den Verwaltungskosten ist auf die gestiegene Mitarbeiterzahl sowie höhere erfolgsabhängige Vergütung zurückzuführen. In den sonstigen Aufwendungen haben sich Aufwendungen von 14 Mio € für die 150-Jahr-Feier des Unternehmens ausgewirkt.

Der Gewinn vor Ertragsteuern stieg insgesamt um 1.925 Mio € auf 3.041 Mio € (Vorjahr: 1.116 Mio €) an. Der Steueraufwand erhöhte sich ebenfalls, um 316 Mio € auf 543 Mio €. Nach Abzug der Steuern verblieb ein Jahresüberschuss von 2.498 Mio € (Vorjahr: 889 Mio €). Nach Einstellung eines Betrags von 761 Mio € in die Gewinnrücklagen ergab sich ein Bilanzgewinn von 1.737 Mio €.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 29. April 2014 vorschlagen, den Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 2,10 € je Aktie (826.947.808 Stück) auf das dividendenberechtigte Grundkapital von 2.117 Mio € zu verwenden.

Letzte Änderung: 28. Februar 2014  Copyright © Bayer AG
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