Lagebericht & Ergänzungen | Grundlagen des Konzerns

12.2 Emissionen in die Luft

Emissionen in die Luft stammen bei Bayer größtenteils aus der Erzeugung und dem Verbrauch von Energie. Unser Einsatz für mehr Energieeffizienz hilft sowohl Kosten als auch Emissionen zu reduzieren. Wir wollen darüber hinaus einen Beitrag zum Klimaschutz auf mehreren Ebenen leisten und haben dafür ein konzernweit geltendes Klimaprogramm etabliert. 

Klimaprogramm

Mit unserem Klimaprogramm arbeiten wir seit Jahren an einer verbesserten Ressourcen- und Energieeffizienz, um u. a. die Emissionen von Treibhausgasen in der Produktion zu verringern. Darüber hinaus bieten wir Marktlösungen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel an.

Seit 2005 hat Bayer durch Einführung dieses Klimaprogramms seine spezifischen Emissionen bis Ende 2013 bereits um rund 18 % gesenkt. Die ambitionierten, mittelfristigen Ziele wurden somit erreicht. Durch die Implementierung von Energiemanagementsystemen und Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen konnte auch die Konzern-Energieeffizienz in diesem Zeitraum planmäßig um rund 18 % verbessert werden.

Im Rahmen unseres neuen Zielpakets (siehe Kapitel 1.3 „Ziele und Leistungskennzahlen“) wird das bisherige Emissionsminderungsziel leicht angehoben und auf ein aktuelleres Basisjahr bezogen. Diesem neuen ambitionierten Emissionsminderungsziel wird ergänzend ein Energieeffizienzziel an die Seite gestellt. Von 2012 bis 2020 will Bayer seine spezifischen Treibhausgas-Emissionen um 20 % senken und die Energieeffizienz um 10 % verbessern.

Neben dem übergeordneten Konzern-Klimaziel gliedert sich das Engagement im Bayer-Klimaprogramm in drei Bereiche:

1. Effizientere Produktion: Emissionsminderung in der eigenen Produktion durch Steigerung der Energieeffizienz sowie durch Entwicklung und Einsatz neuer, innovativer Technologien.

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Online-Ergänzung: 3-12.2-1

Das Energiemanagementsystem STRUCTese™ (Structured Efficiency System for Energy) wurde bei ­MaterialScience bis Ende 2013 weltweit in 58 besonders energieintensiven Betrieben eingeführt. Die jährliche Energieersparnis belief sich auf mehr als 1,2 Mio MWh, während die CO2-Emissionen um über 360.000 t/a verringert werden konnten. Die deutschen MaterialScience-Standorte, die alle STRUCTese™ implementiert haben, wurden nach ISO 50001 im Jahr 2013 erfolgreich rezertifiziert.

Außerdem tragen innovative Produktionsverfahren dazu bei, Stromverbrauch und Treibhausgas-Emissionen zu senken. Mithilfe der Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie (SVK) in der Chlorherstellung lässt sich z. B. der Bedarf an Elektrizität gegenüber dem Standardprozess um 30 % senken. Dies konnte in einem zweijährigen Testbetrieb in einer Demonstrationsanlage mit einer Kapazität von 20.000 t Chlor pro Jahr gezeigt werden, die am Standort Krefeld-Uerdingen, Deutschland, betrieben wird. Das Verfahren wird seit 2013 global vermarktet, um Effizienzpotenziale auch außerhalb von Bayer zu heben. Würde die SVK beispielsweise in der deutschen Chlorindustrie flächendeckend eingeführt, könnte der gesamte Stromverbrauch der Bundesrepublik um 1 % verringert werden.

Eine weitere Prozessinnovation ist die Gasphasen-Technologie bei der Herstellung des Polyurethan-Vorprodukts TDI. Hierbei werden bis zu 60 % weniger Energie und bis zu 80 % weniger Lösemittel verbraucht. Das Verfahren soll u. a. in einer neuen TDI-Anlage mit einer Kapazität von 300.000 t/a zum Einsatz kommen, die derzeit für 250 Mio € am Standort Dormagen, Deutschland, errichtet wird.

Einen Beitrag zur Ressourcenschonung könnte die teilweise Nutzung von CO2 anstelle von Erdöl in der Kunststoffproduktion leisten. Dabei wird Polyol, ein weiteres zur Polyurethan-Herstellung erforderliches Vorprodukt, auch mithilfe von CO2 hergestellt.

In unseren Life-Science-Bereichen wird eine globale Bestandsaufnahme von Energiemanagementsystemen erstellt, mit dem Ziel einer Bewertung, an welchen Produktionsstandorten eine Zertifizierung nach ISO 50001 anzustreben ist.

Der Chemieparkbetreiber Currenta hat 2012 mit der Einführung von Energiemanagementsystemen an den deutschen Standorten Dormagen, Leverkusen und Uerdingen begonnen. Die Zertifizierung nach ISO 50001 wird bis spätestens Ende 2015 abgeschlossen sein.

2. Marktlösungen: Emissionsminderung bei Kunden durch Bayer-Produkte, insbesondere in der Gebäudedämmung, im Leichtbau sowie in der Landwirtschaft. Unsere Produkte tragen auf vielfältige Weise zur Energieeinsparung und Ressourcenschonung bei. Sie helfen den Kunden, Emissionen zu reduzieren, und bieten ihnen Lösungen für die Anpassung an den Klimawandel.

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Produkte und Lösungen von MaterialScience helfen in verschiedenen Schlüsselindustrien und zentralen Lebensbereichen, Ressourcen zu schonen, Energie zu sparen und so Emissionen zu verringern. Dies geschieht vor allem durch Leichtbau im Automobilbereich und durch Dämmung von Gebäuden und Kühlgeräten. So wurde ein besonders feinporiger Polyurethan-Hartschaum entwickelt, der die Dämmleistung von Kühlschränken und Gefriertruhen noch einmal erheblich steigern kann.

Einsatzmöglichkeiten von Dämmstoffen demonstriert MaterialScience auch im „EcoCommercial Building“-Programm – einem von dem Unternehmen ins Leben gerufenen globalen Expertennetz für nachhaltiges Bauen. Es umfasst mehr als 80 Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen, darunter Lichttechnik, Energiemanagement und erneuerbare Energien. Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, um den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken und den Restbedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken. Bayer selbst nutzt das globale Netz zur Erstellung eigener Referenzgebäude. Bislang wurden solche Gebäude in Deutschland, Belgien, den USA, Indien, China und zuletzt in Brasilien errichtet.

Energieeffiziente Marktlösungen ermöglicht auch der transparente Hochleistungskunststoff Polycarbonat, der beispielsweise die energiesparende LED-Technologie etwa in der Automobilindustrie und für neuartige Straßenlampen unterstützt. Letztere verbrauchen bis zu 70 % weniger Energie als herkömmliche Modelle.

Auch bei der Erzeugung erneuerbarer Energien spielen Werkstoffe von MaterialScience eine Rolle. Zu den jüngsten Entwicklungsvorhaben gehören transparente Polyurethan-Beschichtungen für Solarzellen, die so ohne die äußere Glasscheibe auskommen. Das spart Gewicht und Kosten und verbessert die Effizienz der Energieerzeugung. Auf dem Gebiet der Windenergie hat das Unternehmen ein neues Polyurethan-Infusionsharz für Rotorblätter entwickelt. Sie können Rotoren auf Basis der bisher verwendeten Epoxidharze in Leichtigkeit, Bruchfestigkeit und Dauerhaftigkeit übertreffen.

CropScience trägt mit seiner Strategie im Bereich Saatgut und Pflanzenschutz aktiv dazu bei, die Treibhausgas-Emissionen spezifisch pro Ertrag zu senken. Chemische Pflanzenschutzprodukte, die beispielsweise gezielt die Stresstoleranz erhöhen, ermöglichen dem Kunden einen effizienten Einsatz von Ressourcen zur Steigerung seiner Erträge. Beim Reisanbau mit Direktaussaat hat CropScience das Tabela-Projekt in Indonesien gegenüber 2012 um 40 % auf 10.000 ha aufgestockt. Im Rahmen dieser Initiative arbeitet CropScience mit internationalen und lokalen Partnern zusammen, um aufzuzeigen, was durch die Direktsaat von vorgekeimten Reis und mithilfe eines maßgeschneiderten Pakets aus Saatgut und Pflanzenschutz erreicht werden kann: mehr Wassereffizienz, weniger Treibhausgas-Emissionen, höhere Reiserträge sowie Einkommensverbesserungen für die Farmer. Für die Zukunft erwartet man eine kontinuierliche Erweiterung des Projekts mit dem Ziel, die Nachhaltigkeit des Reisanbaus in Indonesien zu unterstützen. Das CropScience-Tabela-Projekt wurde vom zuständigen Ausschuss der Republik Indonesien offiziell als „Clean Development Mechanism“ der UN anerkannt.

Die erfolgreiche Weiterführung der Kooperation mit dem „International Vector Control Consortium“ (IVCC) im Bereich der Malariabekämpfung durch gezielte Abwehr der Überträgerinsekten mit technologischen Lösungen wie lang anhaltenden Insektiziden unterstützt die Bekämpfung der durch den ­Klimawandel voranschreitenden Bedrohung durch den Malariaerreger.

3. Unterstützende Maßnahmen: Emissionsminderung in Nicht-Produktionsbereichen wie der Fahrzeugflotte und der Informationstechnologie unter Einbeziehung der Belegschaft.

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Mit verschiedenen Initiativen sorgt Bayer für Einsparungen an Energie, Kraftstoff und somit Kosten in Nicht-Produktionsbereichen des Konzerns. Dazu zählen Verbesserungen in der Fahrzeugflotte und der Informationstechnologie. Im Zuge der Bayer-EcoFleet-Initiative wurde 2013 ein neues Reduktionsziel implementiert: Bayer plant, bis 2020 die spezifischen CO2-Emissionen der über 25.000 Fahrzeuge umfassenden globalen Konzernflotte auf 110 g/km zu reduzieren. Im Bereich der Kommunikation setzt Bayer zunehmend auf energieeffiziente Arbeitsplatzlösungen mit integrierter Sprach- und Videofunktion, um IT-gestützt die Anzahl der Dienstreisen und somit die Emissionen zu verringern.

Treibhausgas-Emissionen

Bayer berichtet alle Treibhausgas-Emissionen des Konzerns nach den Vorgaben des „Greenhouse Gas Protocol“ (GHG Protocol). Die direkten Emissionen aus eigenen Kraftwerken, Abfallverbrennungs- und Produktionsanlagen (entspricht Scope 1 des GHG Protocol) werden an allen Produktions­standorten sowie an relevanten Verwaltungsstandorten erhoben.

Im Berichtsjahr lagen die Emissionen an Treibhausgasen konzernweit ungefähr auf Vorjahresniveau (+0,2 %). Während die direkten Emissionen um 3,6 % zurückgingen, stiegen die indirekten Emissionen rein rechnerisch um 4,1 % an. An unserem energetisch größten Produktionsstandort in Baytown, USA, hat der dortige Energieerzeuger die Emissionsfaktoren für den Strom- und Dampfbezug aktualisiert. Dadurch sind unsere Treibhausgas-Emissionen rechnerisch angestiegen.

Die spezifischen Treibhausgas-Emissionen sind aufgrund der geringeren Verkaufsmenge gegenüber 2012 angestiegen und lagen 2013 bei 1,00 t CO2-Äquivalenten pro t Verkaufsprodukt.

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Online-Ergänzung: 3-12.2-4

Da unsere eigenen Kraftwerke mit umweltfreundlicher und ressourceneffizienter Kraft-Wärme-Kopplung betrieben werden, wandeln sie ca. 80 % der eingesetzten Brennstoffenergie in die Nutzenergien Strom und Wärme um. Dennoch verursachen unsere Kraftwerke einen wesentlichen Teil der direkten Konzern-Treibhausgas-Emissionen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass wir gemäß den Regeln des „GHG Protocol“ alle Treibhausgas-Emissionen aus der Umwandlung von Primärenergieträgern in Strom, Dampf oder Kälte in unserer Bilanz verbuchen, auch wenn ein wesentlicher Anteil der direkten Emissionen aus der Erzeugung von Energie resultiert, die an Dritte (andere Firmen) geliefert wird. Somit liegen unsere absoluten Zahlen zum Treibhausgas-Ausstoß höher als die realen Emissionen, die sich aus der Bayer-Geschäftstätigkeit ergeben würden. Eine bessere Aussagekraft besitzt dagegen die Menge der spezifischen Treibhausgas-Emissionen. Diese stellt nur die von Bayer zu verantwortenden Treibhausgas-Emissionen bezogen auf die produzierten Verkaufsmengen der drei Bayer-Teilkonzerne dar.

Die von Currenta betriebenen Abfallverbrennungsanlagen gewinnen jährlich aus der Verbrennung von ca. 280.000 t Sonderabfällen rund 1 Mio t Dampf. Im Vergleich zur Nutzung fossiler Energieträger verringern sich dadurch die Emissionen um 200.000 t CO2 pro Jahr.

Die teilkonzernspezifischen Treibhausgas-Emissionen:

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Treibhausgas-Emissionen für Teilkonzerne und Servicegesellschaften[Tabelle 3.12.2-1]
 Summe der direkten und indirekten Emissionen in Mio t CO2-Äquivalenten
2009201020112012*2013*
HealthCare0,550,540,540,550,52
CropScience1,091,091,000,920,95
MaterialScience**4,835,244,634,894,98
Sonstige***0,020,020,01
Currenta****1,621,621,971,881,83
Spezifische Treibhausgas-Emissionen MaterialScience
(t CO2-Äquivalente pro t produzierte Verkaufsmenge)*****
1,090,960,820,860,89
* Die Emissionen aus der Konzernfahrzeugflotte in Höhe von 0,10 Mio t CO2-Äquivalenten werden nicht teilkonzernspezifisch zugeordnet und sind in den direkten Konzernemissionen enthalten (siehe Tabelle 3.12.2 Treibhausgas-Emissionen des Konzerns).
** In Zusammenarbeit mit unseren Energielieferanten konnte ein Großteil der Konversionsfaktoren zur Berechnung der Emissionen aktualisiert werden. Diese anlagenspezifischen Werte ersetzen zunehmend die bisher verwendeten statistisch ermittelten Faktoren der Internationalen Energieagentur (IEA). Durch diesen Schritt verschlechtert sich die bisher erreichte Emissionsminderung von MaterialScience (2005–2013) von 27,1 % auf 23,7 %. Bayer sieht von einer Anpassung der Zielgrößen ab.
*** Summe der Treibhausgas-Emissionen von Technology Services und Business Services. Die Produktionsstätten dieser Gesellschaften sind 2012 in andere Teilkonzernen aufgenommen worden.
**** Die für Currenta ausgewiesenen Emissionen gehen auf die Energiebereitstellung an externe Chemiepark-Partner zurück.
***** Bei der Produktionsmenge werden die bei der Produktion anfallenden Nebenprodukte Natronlauge und Salzsäure sowie Handels­produkte nicht berücksichtigt.
Treibhausgas-Emissionen* Konzern[Tabelle 3.12.2]
  in Mio t CO2-Äquivalenten
2009 2010 2011 2012 2013
Direkte Emissionen von Treibhausgasen** 4,57 4,80 4,23 4,24 4,09
Indirekte Emissionen von Treibhausgasen*** 3,53 3,70 3,92 4,12 4,29
Gesamte Treibhausgas-Emissionen 8,10 8,50 8,15 8,36 8,37
Spezifische Treibhausgasemissionen
(in t CO2-Äquivalente pro t produzierte Verkaufsmenge)****
1,23 1,09 0,95 0,98 1,00
Produzierte Verkaufsmenge (in Mio t) 8,7 10,4 11,0 11,2 11,1
* Portfoliobereinigt nach GHG Protocol
** 2013 waren 89,5 % der Emissionen CO2-Emissionen, 10,0 % N2O-Emissionen, knapp 0,5 % teilfluorierte Kohlenwasserstoffe sowie 0,04 % Methan.
*** Typischerweise macht CO2 bei Verbrennungsprozessen mehr als 99 % aller Treibhausgas-Emissionen aus. Daher beschränken wir uns bei der Berechnung der indirekten Emissionen auf CO2.
**** Die spezifischen Konzernemissionen errechnen sich aus der Gesamtmenge an direkten und indirekten Emissionen der Teilkonzerne inkl. der Emissionen aus der Fahrzeugflotte dividiert durch die produzierten Verkaufsmengen der drei Teilkonzerne. Von den direkten und indirekten Emissionen werden dabei die Mengen abgezogen, welche aus Energielieferungen an dritte Firmen stammen. Bei ­MaterialScience sind die bei der Produktion anfallenden Nebenprodukte Natronlauge und Salzsäure nicht berücksichtigt, weil diese ­aufgrund von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz künftig in wesentlich geringerer Menge entstehen werden. Auch Handelsprodukte werden nicht berücksichtigt.

Mit dem „Corporate Value Chain Accounting & Reporting Standard“ wird seit 2011 das Reporting für alle relevanten indirekten Scope-3-Emissionen gemäß GHG Protocol verbindlich geregelt. Bayer hat nach gründlicher Prüfung neun wesentliche Scope-3-Kategorien identifiziert, über die im CDP-Bericht ausführlich berichtet wird.

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Diese aus der Wertschöpfungskette resultierenden Emissionen werden wir für das Jahr 2013 wieder detailliert im Rahmen des „Carbon Disclosure Project – Climate Change Program“ veröffentlichen. Dabei werden insbesondere solche Emissionen berücksichtigt, bei denen signifikante Reduktions­potenziale bestehen, wie z. B. bei den verkehrsbedingten Emissionen aus Geschäftsreisen.

2013 nahm der Bayer-Konzern mit zehn Verbrennungsanlagen und fünf Chemieanlagen am europäischen Emissionshandel teil. Die Treibhausgas-Emissionen dieser Anlagen beliefen sich auf ca. 2,17 Mio t CO2 (Verbrennungsanlagen) und ca. 0,48 Mio t CO2-Äquivalente (Chemieanlagen).

Weitere direkte Emissionen in die Luft

Der Ausstoß an ozonabbauenden Substanzen („Ozone Depleting Substances“, ODS) verringerte sich um 3,9 %. Die Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen ohne Methan („Volatile Organic Compounds“, VOC) sanken um rund 13 %. Hauptemittent ist weiterhin der CropScience-Standort in Vapi, Indien, der über 70 % der Emissionen an VOC ausmacht. Das dort angelaufene Projekt zur Reduzierung dieser Emissionen zeigt erste Erfolge: Die VOC-Emissionen gingen um weitere 11 % zurück, was 8,8 % der Konzernmenge entspricht. Bis spätestens 2016 wird eine zentrale Abluftreinigung die vielfältigen Emissionsströme in Vapi zusammenführen und dann zu einer signifikanten Reduktion dieser Emissionen führen. Am HealthCare-Standort Bergkamen, Deutschland, führten gezielte organisatorische und technische Verbesserungsmaßnahmen zu einem Rückgang von nahezu 70 % der lokalen VOC-Emissionen.

Emissionen ozonabbauender Substanzen (ODS)*[Tabelle 3.12.3]
 in t/a
 20092010201120122013
ODS17,520,816,316,315,7
* in CFC-11-Äquivalenten
VOC*-Emissionen[Tabelle 3.12.4]
20092010201120122013
VOC in 1.000 t/a2,592,542,692,602,27
VOC in kg/t produzierte Verkaufsmenge0,29790,24360,24570,23160,2047
* Volatile Organic Compounds (Flüchtige organische Verbindungen) ohne Methan

Auch andere direkte Emissionen sind 2013 weiter zurückgegangen.

eingeschränkt geprüft

Online-Ergänzung: 3-12.2-7

Weitere wichtige direkte Emissionen in die Luft[Tabelle 3.12.4-1]
20092010201120122013
in 1.000 t/ain 1.000 t/ain 1.000 t/ain 1.000 t/ain 1.000 t/a
CO1,41,41,31,00,9
NOX3,53,73,73,12,5
SOX2,82,72,31,91,3
Staub0,20,20,20,20,2
Letzte Änderung: 25. Juli 2014  Copyright © Bayer AG
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